Interview mit Cyrus Heydarian

Es ist ein lauer Abend.  Es dämmert bereits während wir in der heimeligen Küche sitzen.  Familie Heydarian hat mich zum Abendessen eingeladen.  Dies ist eine tolle Gelegenheit für mich, den General Manager des Breidenbacher Hofs persönlich kennenzulernen.

Cyrus gibt noch einige Zutaten in den Topf, stellt Temperatur und Zeit ein.

„Kinder, wir essen in etwa 20 Minuten!“ ruft er – gerade noch genug Zeit, um mit seiner einjährigen Tochter und seinem fünfjährigen Sohn im Garten zu spielen.  Heute Abend ist Papa an der Reihe, damit Mama sich ein wenig Entspannung gönnen kann.

„Ich genieße es; ich liebe diese Abende mit meinen Kindern“, gesteht Cyrus.  Er kocht, bespaßt die Kinder, erzählt ihnen eine Geschichte und gibt ihnen einen Gutenachtkuss.

Als Nouri und Nayla dann eingeschlafen sind, lacht Cyrus: „Ich weiß nicht, wie meine Frau das alles Tag für Tag managt!  Das Hotel zu leiten kommt mir häufig leichter vor als die Kleinen ins Bett zu bringen.

Er lehnt sich in seinem bequemen Gartensessel zurück und wir beginnen mit dem Interview.

Woher stammt Ihr Name?
Mein Vorname ist persisch und bedeutet unter anderem Sonne, der Nachname ist ursprünglich armenisch wobei meine direkten Vorfahren aus Persien stammen.

Was gefällt Ihnen an Düsseldorf?
An Düsseldorf gefällt mir die Vielschichtigkeit – es gibt unglaublich viele Seiten, die diese Stadt zu bieten hat: die Königsallee, die Altstadt oder der  Medienhafen sind einige Beispiele.  Vor allem die Menschen hier sind besonders offen und liebenswürdig – es gibt viele Paradiesvögel.  Des Weiteren ist Düsseldorf ein bedeutender Wirtschaftsstandort.

Was sind Ihre Werte und warum? Wie wenden Sie diese an?
Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Respekt – diese Werte bilden für mich die Basis für zwischenmenschliche Beziehungen.  Die Steigerung davon sind Loyalität, sicher auch beruflich gesehen und nicht zuletzt am wichtigsten die Liebe – damit meine ich nicht nur die Zuneigung seiner Liebsten sondern auch die zwischenmenschliche Liebe von der wir in Deutschland viel zu selten sprechen.  Jeder kennt Menschen, die man für etwas Bestimmtes liebt, sei es eine Eigenschaft oder eine besondere Begabung.

Wie sind Sie zum Hotelfach gekommen?
Durch die Leidenschaft meiner Mutter für Gäste und ihre Familie zu kochen und Gastgeber zu sein.

Inwiefern trennen Sie Beruf und Privatleben?
Lange Zeit konnte ich das nicht wirklich, da ich viele Jahre mit meiner Familie im Hotel gelebt habe.  Heute gibt es (bis aufs Smartphone manchmal ;-)) einen klaren Schnitt, vor allem der Kinder wegen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Was entspannt Sie am meisten?
Zeit mit meinen Kindern und meiner Familie verbringen, joggen, Golf spielen – all das entspannt mich auch (meistens).

Was ist Ihr favorisiertes Reiseziel?
Schlosshotel Münchhausen im Weserbergland.

Was regt Sie am meisten auf?
Unpünktlichkeit.

Welche fünf Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Meinen Thermomix, den Jahrgang 1989 aus dem Bordeaux, mein Ipad, Solarzellen und ein Rettungsboot.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Böhmische Knödel und Königsberger Klopse.

Wenn Sie kein Hoteldirektor wären – welchen Beruf würden Sie stattdessen ausüben?
Entertainer (es kommt häufig auf das Gleiche raus).

 

(In English)

 

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