Die Düsseldorfer und ihr Altbier

(In English) 

Am Wochenende haben ich und ein paar Freunde wieder einmal den Weg in eine der typischen Düsseldorfer Brauereien gefunden. Wie die meisten wissen, haben die Rheinländer eine starke Bindung zu ihren Bieren! In Düsseldorf trinkt man Altbier – und das schon seit vielen Generationen. Und wie der Namen schon verrät, sind damit auch viele weitere Traditionen verbunden.

Altbier gibt es bereits seit Ende des 30-jährigen Krieges (Mitte des 17. Jahrhunderts). Das Alt wurde damals noch nicht mit Hopfen gewürzt, sondern mit diversen Gewürzen (wie zum Beispiel Rosmarin!) und ist geschmacklich nicht mit dem heutigen Altbier zu vergleichen. Dennoch ist das Brauverfahren (welches keine Kühlung benötigt) das Gleiche geblieben  und auch das direkte Zapfen vom Fass ohne elektronische Hilfe basiert auf alteingesessenen Methoden.

Das Bier wird von einem lächelnden Köbes (Kellner in einem Brauhaus – oftmals ein wenig korpulenter), die immer mit einem vollen Tablett durch die Wirtschaft laufen, um die leeren Gläser (0,2 Liter) gegen neue auszutauschen. Aufgepasst: wenn man ihn nicht ausdrücklich darauf hinweist, dass man keines mehr haben möchte, wird er immer wieder ein neues Altbier bringen. Die jeweiligen Runden werden auf einem Bierdeckel markiert und erst am Ende des Abends bei dem bedienenden Köbes bezahlt.

Als ich also dort saß und mein Glas Altbier genoss, kam mir die Erkenntnis, dass sehr wahrscheinlich bereits unsere Ur-Ur-Großväter in solchen Brauereien zusammensaßen und das Gleiche taten. Das ist das Schöne an Traditionen, sie leben über Generationen hinweg fort. Lasst uns in diesem Sinne gemeinsam auf das Altbier anstoßen: Prost!

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